ZahnÄrztliches Serviceteam


Inhaber Dr.med.dent. Michael Weh
Angestellte Zahnärzte:
Dr. med. dent. Barbara Uleer
Dr. med. dent. Julia Fertinger
ZA Marco-Andre Hetschger
TEL: 0931 - 1 33 87
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Spritzenangst?

Die Kunst der Injektion

Die wenigsten gehen allzu gerne zum Zahnarzt.

Wenn ich meine Patienten frage, wovor sie die größte Angst haben, sagen die meisten: „Vor Allem!"

Dem ist natürlich nicht so; denn Sie haben ja keine Angst vor dem Team oder dem Arzt als Person, oder vor dem Mundspiegel, einer hübschen Assistentin oder dem ablenkenden Fernseher an der Decke. Es lohnt sich also durchaus, der Angst auf den Grund zu gehen, damit dieser Weg nicht jedes Jahr für Sie zum Martyrium wird.

Deshalb leiten wir unsere Patienten an, sich ganz genau mit ihrer Angst zu beschäftigen, bei geschlossenen Augen zu sinnieren, wovor sie denn KEINE Angst haben - indem sie sich gedanklich den Zahnarztbesuch einfach ohne die eine oder andere Variable vorstellen.

Dabei kommen meist nur sehr wenige Angstauslöser als Ergebnis zum Vorschein:

  • Schmerz
  • ausgeliefert sein
  • die Spritze.

Auch wenn manche sagen, sie hätten Angst vor „den Geräuschen oder Gerüchen", so ist das ja nicht die wahre Angstursache, sondern nur der Auslöser für eine der oben genannten Ängste! Niemand hat Angst vor einem medizinischen „Duft", wenn er außerhalb der Praxis wahrgenommen wird und ohne die Erwartungshaltung „Schmerz"!

Dass wir in Sachen Angst und Schmerz national anerkannte Profis sind, ist ja allgemein bekannt (TV-Sendungen, wiss. Veröffentlichungen, Radio, Internetforen).

Wir haben uns aber vor allem auch zur Aufgabe gemacht, die zahnärztlichen Spritzen so schmerzarm, wie irgend möglich zu verabreichen.

Wie machen wir das? – Injektion, eine Kunst!

Wir wollen nun der Konkurrenz nicht alle Tricks verraten, aber es ist eine ganze Summe von Maßnahmen - bei einer einfachen Spritze - die dazu beitragen, dass diese erträglicher, ja oft sogar schmerzfrei, wird: 

  • Wir verwenden z.B. äußerst dünne Nadeln, die kaum Gewebereizung verursacht. Diese sind natürlich teurer als normale.  
  • Wir haben eine spezielle Technik, die Nadel ins Gewebe zu führen (Dreh-Schub-Bewegung mit langsamer Abgabe von Flüssigkeit, die den Weg frei macht). So muss die geschliffene Kanülenspitze den Weg nicht schneiden, sondern verdrängen. Das ist viel schonender. 
  • Weiterhin vermeiden wir den Einstich in sensible Areale, die an der Gewebeoberfläche mit Übung gut zu erkennen sind. Denn Nerven verlaufen praktisch immer zusammen mit Arterien und Venen im Trio. Das gilt auch für ganz kleine Nerven, die so an der Oberfläche indirekt über die kleinen Venen erkennbar sind. Hier wird nicht eingestochen! So kann man zumindest die Wahrscheinlichkeit von kleinsten Nervenverletzungen (=Schmerz) reduzieren. Es gibt noch andere Kriterien. 
  • Außerdem ist auch die Schnelligkeit und Art der Abgabe des flüssigen Betäubungs- medikamentes entscheidend. Die Flüssigkeit soll sich sehr langsam ihren Weg praktisch selbst suchen, darf nie mit Druck appliziert werden. Das kann man lernen zu erfühlen und vor allem muss man sich Zeit lassen. 
  • Auch die Temperatur der Flüssigkeit ist wichtig. Kurz vor der Injektion wird die Ampulle auf Körperwärme gebracht. 
  • Zudem muss auch die Einstichtiefe kontrolliert werden und sensible Stellen, wie z.B. Knochenhaut, sehr vorsichtig oder gar nicht berührt werden. Dazu muss der Behandler sicherstellen, dass die Nadel lagestabil bleibt. Das geschieht mit Abstützung und evtl. sogar Zweihandtechnik. 
  • Durch Zug bringen wir die (Schleim-)Haut in einen gespannten Zustand. Dadurch dringt die Nadel viel leichter ein und Schmerzrezeptoren werden dadurch nachweislich unsensibler, ähnlich wie bei Druckausübung (z.B. Fingerdruck). 
  • Auch Kältespray oder eine oberflächliche Anästhesie kann sinnvoll sein, wird von uns aber nicht routinemäßig angewendet, weil die Wirkung meist nicht tief genug geht. 
  • Nicht zuletzt ist die psychologische Ablenkung (=Distraktion) des Patienten durch gleichzeitiges Reden und die hypnotische Beruhigung ganz wesentlich. 
  • Der Patient sollte auch spüren, dass der Arzt sich seiner Sache ganz sicher ist. Man muss großes Selbstvertrauen ausstrahlen; der Patient darf sich fühlen wie „in Abrahams Schoß"!

(Anm: Dies ist keine vollständige Anleitung in Spritzentechnik. Lediglich einige Faktoren, die zur Schmerzreduktion beitragen, wurden erwähnt.)

Manch einem (Zahn-)Arzt mag das übertrieben vorkommen. Wir denken es lohnt sich durchaus ALLES Mögliche zu tun, um unseren Patienten den unbequemen Gang zum Zahnarzt zu erleichtern oder in guter Erinnerung zu behalten.

Sie sehen, alleine das Verabreichen einer Spritze kann eine Kunst für sich sein! Wir pflegen und üben diese Kunst .... Für Ihr Wohlbefinden!

Ihr Hi-Tech-Team mit Herz