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Zahnfleisch- und Knochenrückgang durch Entzündung

Parodontose bzw. Parodontitis ist eine weit verbreitete Infektionskrankheiten. In Deutschland hat der Großteil der über 50-Jährigen diese Krankheit.

 

Anfangs macht sich dies oftmals durch Zahnfleischbluten oder Zahnfleischrückgang bemerkbar. Unbehandelt kann eine Parodontitis über einen längeren Zeitraum zu Zahnlockerung bzw. Zahnverlust führen. Auch die Wirkung auf den gesamten Körper durch die Entzündungsbakterien darf nicht unterschätzt werden.

 

Ob bei Ihnen tatsächlich Gefahr für Parodontitis besteht, wird beim Zahnarztbesuch routinemäßig überprüft. Durch eine spezielle, zweijährige Fortbildung auf dem Gebiet der Parodontose werden die Zahnärzte in unserer Praxis eine eventuelle Parodontose und die nötigen Behandlungsschritte sicher erkennen.

 

Auf dieser Seite erhalten Sie einige Informationen zum besseren Verständnis dieser Krankheit.

 

1. Allgemein
2. Ursachen
3. Therapiemöglichkeiten
4. Eigene Mitarbeit
5. Therapieablauf in unserer Praxis
6. Kosten

 

 

Allgemein

Auf der linken Seite des Zahnes ist ein gesunder Zahnhalteapparat (Parodont) zu erkennen, auf der rechten Seite hat sich der Knochen durch eine von Parodontosebakterien ausgelöste Entzündung zersetzt.

Dies führt zum einen dazu, dass der Zahn seinen Halt im Knochen verliert, zum anderen schädigt die Entzündung den gesamten Organismus.

 

Ursachen der Erkrankung

Die Parodontitis wird durch spezielle Bakterien in Ihrer Mundhöhle hervorgerufen, die sich in einer Zahnfleischtasche festsetzen. Sie verursachen eine Entzündung, die den Zahnhalteapparat und danach den umgebenden Knochen, also das „Fundament" Ihrer Zähne, zersetzen. Zahnlockerungen sind die Folge. Der Knochen kann in der Regel nicht mehr aufgebaut werden, jedoch kann der weitere Knochenabbau durch eine Therapie aufgehalten werden.


Welche Therapie ist möglich ?

Die Entzündung muss aus der Zahnfleischtasche entfernt werden. Dazu müssen Beläge, Bakterien und entzündetes Gewebe entfernt werden. Normalerweise geschieht dies unter lokaler Betäubung mittels eines modernen Ultraschallgerätes, das in die Zahnfleischtasche eingeführt wird und diese schmerzfrei reinigt. Die Reinigung wird zusätzlich durch eine antibakterielle Spülung unterstützt. Falls notwendig, wird die Tasche außerdem noch mit einem Laser von verbleibenden Keimen befreit.

Nach erfolgreicher Therapie ist die Entzündung dann aus der Zahnfleischtasche entfernt. Um dieses Ergebnis stabil zu halten, müssen Sie Ausdauer aufbringen und alle 3 bis 6 Monate zur Kontrolle und Reinigung in die Praxis kommen.

 

Was können Sie zur erfolgreichen Therapie beisteuern?

Neben den ärztlichen Maßnahmen ist Ihre Mitarbeit von großer Bedeutung.

Eine äußerst gründliche Mundhygiene ist Voraussetzung für den Erfolg jeder parodontalen Therapie. Das beinhaltet den täglichen Gebrauch von Zahnseide und Interdentalbürstchen zur Säuberung der Zahnzwischenräume sowie das gründliche Reinigen des Überganges Zahn - Zahnfleisch möglichst mit einer Ultraschallzahnbürste. Wenden Sie sich bitte an uns bei Fragen und Probleme mit der richtigen Zahnputztechnik. Wir helfen Ihnen gerne.

Auch Zigaretten sind schädlich für den Zahnhalteapparat. Reduzieren Sie das Rauchen drastisch - oder hören Sie am Besten gleich ganz auf.

Das regelmäßig wiederkehrende Reinigen der Zahnwurzeln mittels Ultraschall ist ebenfalls eine unbedingte Voraussetzung für den langfristigen Erfolg der Therapie. Dies sollte alle 3 bis 6 Monate wiederholt werden.

Falls Sie Diabetiker/in sind oder andere chronische systemische Erkrankungen haben, teilen Sie uns dies bitte mit. Eine gut eingestellte Diabetes erhöht den Heilungserfolg beträchtlich.


Ablauf der Therapie

1. Bei einer professionellen Zahnreinigung wird die Tiefe der Zahnfleischtaschen ausgemessen sowie Zahnlockerungen und andere parodontal wichtige Parameter erfasst. Diese Daten werden an Ihre Krankenkasse geschickt und nach zwei bis drei Wochen wieder zurückgesendet.
2. Die erste Hälfte des Ober- und Unterkiefers wird behandelt: Unter örtlicher Betäubung werden die Auflagerungen auf den Zahnwurzeln mittels Ultraschall und Handinstrumenten entfernt. Die Zahnfleischtaschen werden, falls nötig zusätzlich mit einem Laser behandelt. Außerdem wird dieser Behandlungsschritt noch mit einer antibakteriellen Mundspülung für Zuhause unterstützt.
3. Möglichst am darauf folgenden Tag wird die zweite Hälfte des Ober- und Unterkiefers in gleicher Form behandelt.

In den meisten Fällen ist damit die initiale Therapie (Erstbehandlung) abgeschlossen, es folgt in festzulegenden, regelmäßigen Abständen die Kontrolluntersuchung.

Sollte ein parodontalchirurgischer Eingriff notwendig sein, erfolgt dieser ca. 6 Wochen nach Ende der Initialtherapie.


Kosten

Die Kosten für die Erstbehandlung übernimmt Ihre Krankenkasse, ausgenommen der Kosten für die professionelle Zahnreinigung (ca. 60-120 €).

Die spätere Nachfolge-Behandlung kostet Sie je nach Aufwand ca. 70-100 €.

Eine evtl. notwendige Laser-Therapie wird auch nicht von der Krankenkasse übernommen, hier müssen Sie mit variablen Kosten rechnen.

In manchen Fällen ist ein parodontalchirurgischer Eingriff notwendig, der mehrere hundert Euro kosten wird, zumal wenn mit Knochenersatzmaterialien oder GoreTex-Folien gearbeitet wird.

Privatkassen erstatten in der Regel großzügiger.