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Sedierung bei Angst: Narkohypnose, Analgosedierung und Kurznarkose

Narkohypnose ist eine seit über 100 Jahren bekannte Methode, die weitgehend in Vergessenheit geraten ist oder wegen der Anwendung psychotroper Substanzen von Manchen - mangels besseres Wissen - misstrauisch betrachtet wird.

Die übliche Vollnarkose z.B. ist ein gängiges und unverzichtbares Instrument in der Medizin geworden; das wird allgemein akzeptiert. Bei der Narkohypnose werden weit schwächere Medikamente eingesetzt, sind fast keine Apparate notwendig und kann man von sehr hoher Sicherheit sprechen. Allerdings werden an den Behandler hohe Anforderungen gestellt, da er hypnotisch versiert UND mit der Anwendung entsprechender Medikamente vertraut sein muss. Aber das ist erlernbar, wie meine Lehrtätigkeit an Landeszahnärztekammer, Universität und anderen Instituten gezeigt hat.

Narkohypnose (Nhyp) ist einfach, ad hoc anwendbar und sehr effektiv!

Die Risiken sind minimal, weil die Dosierungen der psychotropen Medikamente relativ niedrig gewählt werden und weil auf intravasale Applikation mit den damit verbunden Risiken verzichtet werden kann.

Die apparativen und persönlichen Voraussetzungen sind akzeptabel.

Die Amnesie bei Nhyp kommt der weiteren Behandlungs-Compliance sehr entgegen, da der Patient kaum jemals negative Erinnerungen behält. Aus unserer Erfahrung sind selten mehr als eine Nhyp notwendig. Fast immer fasst der Patient somit genügend Vertrauen, weitere Behandlungen auch ohne diese zu bewältigen. Dies sollte auch das Ziel sein. Wir wollen kompetente, autarke Patienten, die möglichst weder vom Zahnarzt noch von der Methode (verhaltens-)abhängig werden, sondern danach bei jedem beliebigen Zahnarzt behandelbar werden.
Dies gelingt mit Nhyp frappierenderweise fast immer von selbst!

Eine weitere, angenehme Nebenwirkung ist die fast völlige Reflexausschaltung (Würgereiz!). Nicht selten ist extremer Würgereiz mit Ängsten assoziiert und somit eine Indikation für Nhyp.

In meiner langjährigen Erfahrung (>25 Jahre, > 1000 Patienten) gab es keinen Fall von ernster Atemdepression, so dass man Nhyp wohl als äußerst sichere Methode mit praktisch immer erhaltener Spontanatmung bezeichnen kann! Die manchmal in der Literatur berichteten Fälle von Atemstillstand sind immer nach intravasaler Injektion oder bei extremen Altersgruppen aufgetreten! Dies lässt sich ja vermeiden.

Dr. Weh lehrt seit Jahrzehnten Hypnose und Nhyp für Ärzte, Zahnärzte und Psychologen.


Leider wird diese risikoarme Methode selten angewendet, weil sie vom Behandler einiges an Know-How erfordert. Meist werden die schnelleren und einfacheren Methoden

 

- Analgosedierung oder die

- Kurznarkose und die

- Lachgasnarkose

 

gewählt. Im Vergleich mit Narkohypnose kann man hier zwar vom "Holzhammer" sprechen (deutlich höhere Medikamentendosis, aber sichere und schnelle Wirksamkeit!). Jedochsind  alle drei noch deutlich risikoärmer als eine Vollnarkose einzustufen.

Bei der Analgosedierung wird ein Opiat (Propofol) und ein Tranquillizer (Dormicum) kombiniert und somit Angst und Schmerz schlagartig ausgeschalten; und dies bei erhaltener Spontanatmung.

Die Kurznarkose  ist ähnlich, allerdings muss hier oft mit Beatmung gearbeitet werden. 

Lachgasnarkose scheint in Deutschland zunehmendes Intereses zu finden. Allerdings gibt es hier noch immer wenige Zahnärzte, die darin geschult sind. In England ist diese Methode in der Praxis zur Schmerzausschaltung bewährt und üblich. Allerdings haben die Patienten danach oft mit Übelkeit zu kämpfen.

Alle diese Methoden sind gut steuerbar und zu empfehlen, aber erfordern die Anwesenheit eines Anästhesiefacharztes.